Studienreise zur Via Appia

Seit heute ist es perfekt. Unsere Gruppe macht sich auf den Weg ans Meer. Im Februar geht es für eine Woche nach Brindisi in Süditalien. Die Stadt, in der die Via Appia losgeht. Wir freuen uns sehr und werden hier sicher über unsere Reise berichten.

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ANS Meer – es geht voran!

Lange ist es still gewesen, um unser gemeinsames Anliegen, mit der Gruppe ans Meer zu fahren, beziehungsweise eine Reise wohin auch immer durchzuführen. Jetzt ist es soweit! Wir sind mit unserer Planung vorangekommen und werden bei unserem nächsten Treffen die entscheidenden Schritte erledigen.
Weitere Informationen werden hier natürlich zu lesen sein!

Gutschein über professionelles Business – Coaching zu tauschen!

Unser Tauschprojekt hat einen weiteren beeindruckenden Schritt gemacht! Das mit Widmung signierte Buch von Günter Wallraff wurde getauscht, gegen einen Gutschein über 3 Sitzungen a 50 Minuten, bei der Gesellschaft für Perspektiventwicklung. Gegenstand ist ein professionelles Business – Coaching. Brigitte Marx-Lang, die Gründerin und Geschäftsführerin der Gesellschaft, übergab den Gutschein persönlich an Ralf Weidner. Dieser Gutschein hätte einen Gegenwert von mehreren hundert Euro, müsste man ihn erwerben.
Einer breiten Öffentlichkeit ist Frau Marx-Lang als Mitglied des Profiteams im Hessischen Rundfunk bekannt. Hier berät sie seit vielen Jahren zu Fragen aus Job und Karriere.

Wir freuen uns jetzt über Persönlichkeiten, die ein solches professionelles Business – Coaching gerne in Anspruch nehmen und dafür etwas bieten, das uns im Projekt weiter bringt. Informationen über die GfP finden Sie unter folgendem Link: GfP

Das Projekt teilhabejetzt dankt Frau Marx-Lang, für die großzügige Unterstützung!

Angebote als Mail bitte an:  ralf.weidner@ekkw.de

2016 07 14 Marx-Lang online 2016 07 14 Marx-Lang Gutschein

Menschen im Projekt

Vorbemerkung: Bei unseren Treffen ist es immer wieder Thema, ob es gut ist, wenn hier auf unserer Blogseite Teilnehmer vorgestellt werden. Menschen die lange auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, haben viel zu erzählen. Das ist der Zweck, nämlich anderen Betroffenen Mut zu machen. Zu signalisieren, hier gibt es eine Stimme für euch, wir sind nicht alleine. Es gilt: Keiner ist freiwillig in dieser Situation. Andererseits haben die Meisten in der Öffentlichkeit sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Die Vorurteile sind weit verbreitet und hinterlassen Spuren. Nicht selten lebenslang tiefe Verletzungen. Aus diesem Grund gehört der Respekt allen, die hier aus ihrem Leben erzählen aber ebenso allen, die den geräuschlosen Weg gehen. Es gibt kein Richtig oder Falsch im Allgemeinen, sondern nur für jeden einzelnen.

Interview mit Claus

Heute treffe ich Claus. Wir sitzen in einem Café auf der Fußgängerzone. Claus ist Mitte 40 und hat schon viel erlebt. Groß geworden ist er in Frankfurt. Einen großen Teil seiner Kindheit war der Schrottplatz sein zu Hause. Den hat sein Vater betrieben und für Claus war die Zeit damals Abenteuer pur. „Damals habe ich gelernt, an Autos zu schrauben und mir die Hände schmutzig zu machen. Zuzupacken beim Arbeiten ist für mich kein Problem“ erzählt er mit strahlenden Augen. Nach der Schule hat er Elektriker gelernt. Das handwerkliche war in Ordnung, nur die Schule. Deshalb hat er die Ausbildung auch nicht abgeschlossen. Aber nur weil er mit der Theorie kein Glück hatte, muss er ja kein schlechter Handwerker sein! Unser Gespräch bleibt beim Thema Glück im Leben hängen. Wenn der Volksmund sagt, dass jeder seines Glückes Schmied sei, dann wird er nachdenklich. Einerseits hält er Leben, das von Unabhängigkeit und Eigenverantwortung geprägt ist, für zentrale Bestandteile des Glücks. Andererseits stellt er aber fest, wie schwer der Start ins Glück wird, wenn man davon am Anfang nicht viel abbekommt. Auf den Joker im Kartenspiel des Lebens hat er vergeblich gewartet. Einen Joker mit dem Ereignis „Berufsausbildung abschließen“, den hätte er gebraucht. Statt dessen ging es leider in eine andere Richtung. „Ich war auch nicht immer brav“ erzählt er, „Aber ich habe dazu meine Lektion gelernt“.
Wir sprechen weiter über das Projekt teilhabejetzt. „Am Anfang hatte ich Zweifel, ob das etwas für mich ist, jetzt finde ich es echt Klasse„. Ihm ist wichtig, dass die Treffen viele positive Aspekte haben. Gleichgesinnte treffen, aus der Einsamkeit heraus kommen, Informationen austauschen und die gleichen oder ähnliche Sorgen und Probleme teilen. All das sind Punkte, die für ihn wichtig geworden sind. Ebenso lebt in ihm die Hoffnung, wieder eine geregelte Arbeit zu finden. Vor ein paar Jahren hat er den Gabelstaplerschein erfolgreich gemacht,… das wäre es! „Ich darf zwar aus gesundheitlichen Gründen noch nicht Vollzeit arbeiten, aber ich hoffe, dass ich einen Job finde, der zu mir passt. Ich fühle mich gut um mindestens einen halben Tag zu arbeiten. Mein Arzt sagt immer, ich soll langsam machen, aber ich würde auch mehr probieren„. Wenn Claus so erzählt wirkt er ausgesprochen aufgeräumt und gelassen. Kein Groll gegen unsere Gesellschaft, es muss ja irgendwie!
Zum Schluss frage ich ihn, ob er einen Satz formulieren möchte, der ihm für diesen Artikel wichtig ist. Er überlegt lange, dann formuliert er souverän:

Ich lebe, jeder darf wissen das ich lebe!

PfeiferClaus-Collage

Günter Wallraff getroffen Tauschaktion geht weiter!

Im Rahmen der Innovationswerkstatt Soziale Sicherung 2016 hat Ralf Weidner den Schriftsteller Günter Wallraff getroffen. Die Werkstatt beschäftigte sich insgesamt zwei Tag intensiv mit Fragen zu den sozialen Sicherungssystemen in Deutschland. Zu Beginn wurde durch den bekannten Journalisten ein eindrucksvoller Blick, hinter die Kulissen derer geworfen, die ohne soziale Sicherungen auskommen müssen. Eindrucksvoll seine nahezu atemberaubend realen Schilderungen zu persönlichen Begegnungen und die Feststellung, dass es sich um Menschen handelt! Mit Blick auf den kirchlichen Veranstalter, schloss er seinen Vortrag mit einer Feststellung, die die Teilnehmer dann doch sehr zum schmunzelt brachten: 2016 06 10 Wallraff 001
Ich bin ja Agnostiker, Dass ich auf meine alten Tage noch ein gläubiger Mensch werde, davor bewahre mich Gott
Für das Tauschprojekt von teilhabe-jetzt konnten wir ein Buch entgegen nehmen, in dem er einen Gruß persönlich verfasste:
Fürs Erwerbslosenprojekt der EKKW mit solidarischen Grüßen ganz herzlich. Günter Wallraff
Somit suchen wir jetzt jemand, der dieses Buch gerne hätte und es gegen etwas tauschen möchte, dass uns weiter bringt. Angebote bitte an die Mailadresse:
ralf.weidner@ekkw.de

2016 06 10 Wallraff 002            2016 06 10 Wallraff 003